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Ratgeber: „Es gab einen kritischen Fehler“ in WordPress
Website-Hilfe

„Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“: Was jetzt hilft

AutorEnis Kastrati Datum22. Oktober 2026 Lesezeit2 Min.

WordPress zeigt statt Ihrer Website nur noch eine Fehlermeldung? Was dahintersteckt und wie Sie den Fehler in vier Schritten eingrenzen.

Was die Meldung bedeutet

Seit Version 5.2 fängt WordPress schwere PHP-Fehler ab und zeigt statt einer leeren Seite die Meldung „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“. Dahinter steckt fast immer ein Fehler in einem Plugin, im Theme oder ein Konflikt mit der PHP-Version des Servers. Die Inhalte Ihrer Website sind in der Regel nicht verloren: Sie liegen weiterhin in der Datenbank.

Häufige Auslöser

Ein Plugin- oder Theme-Update, das nicht zur übrigen Installation passt. Eine Umstellung der PHP-Version durch den Hoster, auf die ältere Plugins nicht vorbereitet sind. Ein zu knapp bemessenes Speicherlimit. Seltener sind beschädigte oder manipulierte Dateien die Ursache.

Vorher: Sicherung anlegen

Legen Sie vor jedem Eingriff eine Sicherung von Dateien und Datenbank an. Viele Hoster bieten das in ihrer Oberfläche per Klick an. Wer ohne Sicherung Plugins löscht oder Dateien überschreibt, macht aus einem behebbaren Fehler unter Umständen einen echten Datenverlust.

Schritt 1: E-Mail an die Administrator-Adresse prüfen

WordPress schickt bei einem solchen Fehler in der Regel eine E-Mail an die hinterlegte Administrator-Adresse. Sie nennt, welches Plugin oder Theme den Fehler ausgelöst hat, und enthält einen Link zum Wiederherstellungsmodus. Darüber melden Sie sich an und können das betroffene Plugin deaktivieren. Prüfen Sie auch den Spam-Ordner.

Schritt 2: Fehlerprotokoll aktivieren

Kommt keine E-Mail an, hilft das Fehlerprotokoll. In der Datei wp-config.php werden dazu die Einstellungen WP_DEBUG und WP_DEBUG_LOG auf true gesetzt, WP_DEBUG_DISPLAY auf false, damit Besucher die Meldungen nicht sehen. WordPress schreibt die Fehler dann in die Datei debug.log im Ordner wp-content. Die Meldung nennt Datei und Zeile, und am Pfad erkennen Sie, aus welchem Plugin oder Theme der Fehler stammt. Schalten Sie das Protokoll nach der Fehlersuche wieder ab.

Schritt 3: Plugin oder Theme gezielt deaktivieren

Ohne Zugang zum Dashboard geht das über den Dateizugang, also per SFTP oder über den Dateimanager des Hosters. Wird der Ordner eines Plugins unter wp-content/plugins umbenannt, deaktiviert WordPress dieses Plugin. Ist unklar, welches Plugin den Fehler auslöst, lässt sich der gesamte Ordner plugins vorübergehend umbenennen. Danach werden die Plugins einzeln wieder aktiviert, bis der Fehler erneut auftritt.

Beim Theme funktioniert es ähnlich: Ist das aktive Theme nicht mehr vorhanden, wechselt WordPress auf ein installiertes Standard-Theme. Die Website sieht dann vorübergehend anders aus, ist aber wieder erreichbar.

Schritt 4: PHP-Version und Speicherlimit prüfen

Hat der Hoster kurz zuvor die PHP-Version geändert, lässt sie sich in vielen Hosting-Oberflächen vorübergehend zurückstellen. Das verschafft Zeit, ist aber keine Lösung: Veraltete PHP-Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Dauerhaft muss das betroffene Plugin aktualisiert oder ersetzt werden. Steht im Protokoll „Allowed memory size exhausted“, reicht das Speicherlimit nicht aus. Es lässt sich über die Einstellung WP_MEMORY_LIMIT oder beim Hoster erhöhen.

Wenn Sie nicht weiterkommen

Fehlt der Zugang zum Hosting, bleibt unklar, welches Plugin den Fehler verursacht, oder kehrt der Fehler nach jedem Update zurück, übernehmen wir die Fehlersuche. TECHEK repariert auch WordPress-Websites, die von anderen erstellt wurden. Rufen Sie an oder schildern Sie das Problem kurz per Nachricht.

Weiterführende Quellen